Erfahrungen mit Bettina Tschirschwitz, Teil 1

Datum 10.03.2013 15:40:00 | Thema: Bettina Tschirschwitz

Vorgehen und Bestellung der Bettina Tschirschwitz

lange_naseSo, nun wurde also "Gutachterin" Bettina Tschirschwitz in meinem Sorgerechts-Streit beauftragt und soll ein  "fachpsychologisches Gutachten" abgeben.

Mir war im Vorfeld nicht klar, dass die sogenannte "Gutachterin" Bettina Tschirschwitz gar nicht in der Lage ist, ein "fachpsychologisches Gutachten" zu erstellen, denn niemand hat mich über die Qualifikation der Sachverständigen aufgeklärt. Das kam alles erst später raus, nachdem ich mich mit der Person näher auseinandergesetzt habe...


Vorgehen der Bettina Tschirschwitz

Bettina Tschirschwitz aus Berlin führte zunächst Gespräche mit mir (und wie ich vermute, mit der Kindesmutter) durch. Dazu wurden mit mir insgesamt drei Termine vereinbart. Ein Termin in meinem Haushalt (Die Gutachterin wollte wirklich alles sehen. Vom Keller bis zum Spitzboden), und zwei weitere Termine in ihrer angeblichen Praxis (Unter den Eichen, Berlin), die sich als Firmensitz eines Lerntherapeuten herausgestellt hat, bei dem sie vermutlich stundenweise anmietet. Dazu verweise ich auf folgenden Schriftverkehr (LINK).

Kein Untersuchungsplan von Bettina Tschirschwitz

Im Rahmen der persönlichen Gespräche empfand ich keinerlei Gliederung oder systematisches Vorgehen, es waren halt nette Gespräche... Diese waren garantiert nicht genormt und wurden garantiert nicht in gleicher Weise mit der Kindesmutter durchgeführt, denn auch im Gutachten sind die Explorationsgespräche und dabei formulierte Fragestellungen völlig unterschiedlich. Eine Tonbandaufzeichnung der Explorationsgespräche wurde durch die Gutachterin abgelehnt. Nachträglich weiss ich auch, warum...

Weiterer Teil ihrer "Untersuchung" war die "Exploration" des Sohnes im Umgang mit mir. Das sieht so aus, dass die Gutachterin dasitzt und schaut, wie ich mit Sohn die Zeit verbringe und den ihr angebotenen Orangensaft geniesst. Dieser Teil dauerte etwa zwei Stunden und es gab meines Erachtens nach keine besonderen Vorkommnisse. Hier hat sich die Gutachterin auch nicht negativ im Gutachten geäußert.

An alle Betroffenen: Besteht auf eine Aufzeichnung!

Meinem Antrag gegenüber dem Oberlandesgericht zur Aufzeichnung der Exploration durch die weiteren, später eingesetzten Gutachter wurde eine Abfuhr erteilt. Aber es hat sich auch hier im Nachhinein rausgestellt, dass eine solche Aufzeichnung durchaus sinnvoll ist, um Befangenheitsanträgen (hier gestellt durch die Kindesmutter) von vornherein entgegenzuwirken.

Vermutlich keine verbindlichen Festellungen

Ich glaube, die Gutachterin Bettina Tschirschwitz hat im Rahmen ihrer "Exploration" im Grunde gar nichts festgestellt. Es handelte sich um freundliche Gespräche, sie machte sich beliebige Notizen und folgte keinem erkennbaren Untersuchungsplan. Da ich mich im Vorfeld mit derlei Untersuchungen beschäftigt habe, erwähnte ich kurz, dass ich der Ansicht sei, eine "Anamnese" wäre nun langsam Zeit, aber das traf die Gutachterin offensichtlich unvorbereitet, denn dazu nahm sie keine Stellung.

In derlei unvorbereiter und unprotokollierter Form kann es einer Gutachterin schon mal passieren, dass sie in ihrem Gutachten schreibt: "Seine Mutter sei Hausfrau gewesen und habe sich auch nach dem Tod des Vaters gut um ihn gekümmert". Für Aussenstehende: Mein Vater starb 2006, als ich 34 Jahre alt und mit sämtlichen Beinen im Leben stand. Was will die Gutachterin hier suggerieren?

Kurzum: Bettina Tschirschwitz hat keine verbindlichen Informationen (z.B. Gegenzeichnungen der Gespräche durch mich), keinen Untersuchungsplan, den sie vorlegen kann, noch einen Nachweis über die Gleichbehandlung der "Probanden". Wäre ich Gutachter, würde ich all dem entgegenwirken wollen, um jeden Zweifel an meiner Kompetenz entkräften  zu können.

Stattdessen traut sie sich, ein Gutachten zu schreiben, dass keinerlei wissenschaftliche oder zumindest ordentliche Herangehensweise nachweisen kann...

Aber es kommt dicke...





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